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KartClub-Kelheim
Die Vorstandschaft des Motorsport-Clubs Kelheim wollte im Bereich Jugendarbeit eigentlich immer mehr auf die Beine stellen fragte sich nur wie? Als dann 1989 vom ADAC der Jugend-Kart-Slalom ins Leben gerufen wurde und daraufhin überall in Deutschland Kart-Jugendgruppen aus dem Boden schossen, war das passende Medium dafür endlich gefunden. 1990 wurde also - die MCK-Vorstandschaft zeigte sich äußerst engagiert - ein Go-Kart gekauft und ein Jahr darauf ein zweites, 5 PS Leistung hat so ein "rasender Liegestuhl", wie er von seinen Fans häufig liebevoll bezeichnet wird. 60 km/h beträgt seine Spitzengeschwindigkeit.
Der Kart-Sport wurde von den Jugendlichen sehr gut aufgenommen. Schon im ersten Jahr standen gut ein Dutzend Fahrer auf den Starterlisten des MC-Kelheim. Betreut wurde die aufstrebende Truppe damals von Gerhard Warsz und Wilhelm Rohn jun. Ziel der Jugend-Kart-Veranstaltungen ist es, einen mit PyIonen gesteckten Kurs ohne Fehler und gleichzeitig so schnell wie möglich zu umrunden. Der mit den wenigsten Fehler (im Schnitt fahren 80 % aller Teilnehmer einen Parcours ohne Fehler) und der schnellsten Zeit hat gewonnen. Im Sinne der Chancengleichheit wird das Starterfeld 5 Altersklassen unterteilt. Gefahren werden müssen ein Trainingslauf und anschließend 2 Wertungsläufe.
Anfangs starteten die Kelheimer Kids nur in der Donau-Kart-Pokal-Runde, die damals - 1990 - von den Vereinen Abensberg, Neustadt, Regensburg und Kelheim gebildet wurde. Und schon im ersten Jahr konnten zwei Gesamtsieger gefeiert werden.
Im Laufe der Zeit wuchs die Mitgliederzahl ebenso, wie die Anzahl der Turniere, die die jungen Nachwuchs-Piloten im Laufe eines Jahres bestritten. Die höchste Mitgliederzahl konnte 1999 mit über 70 Mitgliedern gezählt werden. Und die - bisher - größte Anzahl an Turnieren wurde 1993 mit 20 Starts verzeichnet. Jedoch gestaltete es sich gleichzeitig immer schwieriger, mit der qualitativ und quantitativ (rund 120 Teilnehmer je Rennen) kontinuierlich stärker werdenden Konkurrenz Schritt zu halten. Deshalb mußte das Training und Engagement intensiviert werden, um die Fahrtechnik von olympischen Gedanken ("Dabeisein ist alles") auf Rennfahrer-Niveau zu bringen. Schließlich will man ja vorne mit dabei sein. Deshalb verringerte sich ab diesem Zeitpunkt die Anzahl der Mitglieder wieder auf einen "harten Kern", der bereit war, alles dafür zu tun, einen MCKIer auf der Siegerstraße zu sehen, denn die Konkurrenz ist inzwischen so stark geworden, daß man sich ein zweites Hobby neben dem Kart-Sport kaum noch leisten kann. Wer diesen Weg nicht gehen will, verliert logischerweise irgendwann die Lust, wenn sich keine Erfolge einstellen.
Das häufige und harte Training, belastet das Material natürlich ungemein. Die Intervalle zwischen den Reparaturen an den Karts die ausschließlich von den Jugendlichen selbst durchgeführt werden - wurden bedingt von ganz natürlichen Verschleißerscheinungen immer kürzer. Der Kauf eines dritten Karts Anfang 1994 - haupt-sächlich aufgrund einer Reglementänderung - und eine Generalüberholung der alten Karts brachte Besserung. Glücklicherweise bewilligte die Vorstandschaft die dafür notwendigen Ausgaben, die sie für ein erfolgreiches Weiterbestehen der Jugendgruppe unbedingt notwendig waren. Diese sind allerdings auch in fleißigen Händen. Die Eltern der Kinder ließen es sich nicht nehmen, auf eigene Kosten bisher etwa 8000 km zu Kart-Veranstaltungen abzuspulen.
Hauptausschlaggebender Punkt dafür, daß der Jugend die immer noch steigenden Kosten weiter finanziert werden, ist der große Erfolg, den die Kelheimer Piloten sowohl in regionalen, als auch in nationalen Meisterschaften aufweisen können. Die Gesamtausbeute an Pokalen liegt derzeit bei weit über 240, und 25 mal durfte ein Kelheimer bisher das oberste Treppchen besteigen. Bereits das zweite Mal nach 1993 dürfen MC-Kart-Fahrer zu den Endläufen einer Bayerischen Meisterschaft reisen und auch die Endläufe zur Deutschen Meisterschaft wurden nur deshalb knapp verpaßt, weil man einen Vorlauf aufgrund von Termin-Überschneidungen auslassen mußte.
Besonders großer Wert wird auf einen möglichst hohen Standard an Sicherheit gelegt. Ohne Vollvisierhelm und langer Kleidung steigt beim MC-Kelheim keiner ins Kart. Auch bei der Dimensionierung von Auslaufzonen und Gummi-Begrenzungen operiert man stets im grünen Bereich. Als Resultat davon darf man stolz darauf sein, daß sich in den 20 Jahren Jugend-Motorsport noch kein einziger folgenschwerer Ausrutscher ereignet hat.
Wenn auch künftig Vorstandschaft und Jugend-Verantwortliche zusammen mit den Aktiven weiterhin an einem Strang ziehen, werden sich die ständig steigenden Tendenzen gewiß fortsetzen lassen; dann sind Deutsche Meister aus dem Hause MC-Kelheim vielleicht bald kein Traumziel mehr.